Historie

Die Geschichte des Nordparks

(Chronologische Auflistung)


1928 - Erwerb der meisten für den Park benötigten Flächen von der Witwe Hüllbrock für 4,00 RM (Reichs Mark)

1936 - Seit dieser Zeit besteht ein kleiner Park mit ca. 10.000 m2 . Weitere Parks dieser Zeit: Adolf-Hitler-Park (heute Bürgerpark)   ca. 60.000 m2 , Ostpark ca. 8.500 m2 .

1936 - Planung für die Erweiterung dieses Parkes auf ca. 34.000 m2 , strenge Gestaltung.

1938 - Fertigstellung der Erweiterung von ca. 24.000 m2 zum Preis von 52.000 RM (Reichs Mark) mit den Besonderheiten: Kinderspielplatz, Altmännergarten, Findling mit 200 Zentnern Gewicht.

1939 - Plan, die Skulptur eines Hitlerjungen aufzustellen.

1940 - Kündigung von Grabeland-Pächtern wegen Erweiterungsplänen, die aber wegen des Krieges nicht ausgeführt werden konnten.

1944 - Wegen der schlechten Ernährungslage Parzellierung der großen Rasenflächen zum Anbau von Gemüse durch die "Volksgenossen". Dieses Grabeland bestand bis in die 50ger Jahre.

1950 - Erste Pläne für die Umgestaltung / Erweiterung nach dem Krieg, sogar ein Altersheim war im Nordpark geplant.

1951 - Freigabe der großen Rasenfläche zum Lagern und Sonnen. Dies hatte sich bereits im Bürgerpark bewährt.

1953 - Keine Zustimmung der Fachausschüsse für die Bebauung von Erweiterungsflächen an der Nordostecke des Parks mit Wohnungen für Sowjetzonen-Flüchtlinge durch die "Feie Scholle". Die große Bedeutung des "Grüns" durch Fachausschüsse und Rat angerkannt.

1953 - Beginn der Umgestaltung von einem streng formalen Park zu einem Landschaftspark, da er in großen Teilen noch Grabeland war, nach folgendem Grundsatz: Der Park ist nicht mehr Selbstzweck bzw. Schmuckanlage, er soll dem gestressten Großstadtbürger ein Stück verloren gegangene Natur zur Erholung der Seele zurück geben. Weg vom Repräsentationsgrün, hin zum Gebrauchsgrün mit Spazier- und Ruhewegen  >>> "Schlappen-Park".

1953 - Der Kostenvoranschlag für die Umgestaltung belief sich auf 180.000,00 DM (Deutsche Mark), verteilt auf 4 Jahre.

1953 - Im Winter, bei Frost, Umpflanzung von 54 größeren Bäumen. Sie wurden auf Blechen von Planierraupen an den neuen Standort gezogen.  Unmut von Bürgern, wegen gänzlicher Umgestaltung von Blumenbeeten, Wegen und Bäumen.

1955 - Anlage des Teiches

1955 - Bau der Bedürfnisanstalt und der Gartenunterkunft für 30.000,00 DM.

1955 - Unterschutzstellung der vier größten Eichen auf dem noch den Gebr. Hüllbrock gehörenden Grundstück wegen Fällabsicht, da für das Parkbild äußerst notwendig. Entschädigung des Holzwertes in Höhe von 1.308,00 DM wegen Widerspruch und wirtschaftlicher Not der Besitzer,  abgegolten durch eine entsprechende Menge Buchenholz aus dem städtischen Forst, Eintragung einer Grunddienstbarkeit.

1955 - Erste Kaufabsicht für das Grundstück für den Zugang von der Sudbrackstraße.

1956 - Einweihung des neuen Nordparks durch eine schlichte Richtfeier mit Oberbürgermeister Ladebeck und Herrn Meyerkamp, Dr. Schmidt, dem NRW Wirtschaftsminister Dr. Kohlhase mit anschließendem Kaffeetrinken zu dem auch die am Umbau beteiligen Mitarbeiter eingeladen waren.

1956 - Der geplanten Umbenennung in "Paul-Meyerkamp-Park", weil man "Nordpark" zu geografisch fand, wurde nicht zugestimmt. Dafür wurde ein Zusatz zum Straßenschild als Hinweis angebracht. Der Park und andere Anlage konnten in diesem Umfang nur geschaffen werden, durch die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Bauverwaltung  und der Gartenverwaltung.

1958 - Vollkonzession für das Café (Alkohol) aus wirtschaftlichen Gründen.

1962 / 63 - Anlage des Minigolfplatzes auf dem noch privaten Gelände Hüllbrock unter strengen Auflagen, da das Gelände für den Park vorgesehen war.

1973 - Der Umbau des alten Hüllbrockschen Kottens zu einer Gaststätte wurde abgelehnt, da das Café im Gartenhaus kaum lebensfähig war und der Kotten auf Abbruch stand.

1969 - Seit diesem Zeitpunkt Dahlienschau.

1973 - Dahlienschau an den heutigen Standort verlegt.

1992 - Aufgabe der letzten privaten Nutzung als Gartenland und Eingliederung der letzten Hüllbrockschen Flächen in den Park.


Seitdem viele weitere Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen wie: Erneuerung der Wege und der Entwässerung, Umgestaltung der Uferbereiche des Teiches, Ersatz der Sommerblumen vor dem Café durch eine attraktive Dauerbepflanzung, Umgestaltung von überalterten Strauchpflanzungen, Erneuerung des Spielplatzes aufgrund der Kieselprot-Problematik, Neuanlage von Rosenbeeten, Erneuerung und Ergänzung der Staudenpflanzungen, Schaffung eines Zuganges von der Jöllenbeckerstraße.

Quelle - Vortrag: Der Nordpark zur Führung im Rahmen der Veranstaltung "Querbeet". Historische Gärten in Ostwestfalen 2000

 

 



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