Bielefelder Rosenfreunde zu Besuch im Nordpark

 

Die Bielefelder Rosenfreunde zu Besuch im Nordpark Bielefeld

 

 

 

 

Es war kein gewöhnlicher Donnerstag. Es war Feiertag, Fronleichnam. Nach einer Woche hässlichen Regenwetters schien endlich wieder die Sonne. Der Freundeskreis Bielefeld der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. traf sich schon am frühen Vormittag mit 35 Personen zum Besuch bei den Alten Rosen und bei den seltenen Bäumen. Sinn und Bedeutung des Nordparks als "Wohnpark" inmitten großer Häuserblocks wurde sichtbar, als im Lauf des Vormittags immer mehr Bielefelder Bürger mit Kinderwagen, Hund, Decke oder Spielgerät in den von allen Seiten zugänglichen Park kamen.

Der Leiter des Freundeskreises, Ludwig Vater, sprach über die Einmaligkeit des Beetes mit den Alten Rosen. In ganz Ostwestfalen gäbe es keine vergleichbare Sammlung und Darbietung dieser "Königin der Blumen". Der Rosenfreund findet hier die Ursprungssorten unserer heutigen Gartenrosen: die europäischen und asiatischen Wildrosen und deren Hybriden, die Ergebnisse aus Zufallskreuzung und die Erfolge erster Züchtungen voriger Jahrhunderte. Die Blühfreudigkeit und der betörende Duft dieser "historischen" Rosen begeisterten die Nordpark-Besucher an diesem sonnigen Morgen. "Wir befinden uns hier in der wohlriechendsten Ecke von Bielefeld. Hier ist das Duftkonzentrat der Stadt", sagte Ludwig Vater und forderte die Besucher auf, an den Gallica-, den Damaszener- und den Alba-Rosen zu riechen. Schon im alten Rom wurde aus diesen Blüten Parfüm und Rosenwasser im großen Stil gewonnen.

Leider blühen und duften die Alten Rosen nur einmal im Jahr, von Ende Mai bis Ende Juni.

Den anschließenden Rundgang durch den Park leitete Martin Welscher, der 13 Jahre lang Leiter der Bielefelder Rosenfreunde war und als ehemaliger Berufsschullehrer im Fach "Gehölze" den Besuchern des Nordparks kompetent Auskunft geben konnte. Wie riesige und ehrwürdige Denkmäler stehen die alten Bäume auf der weitläufigen Rasenfläche. Große Sichtschneisen geben immer wieder den Blick auf den ganzen Park frei. Im Hintergrund entdeckt das Auge den klassizistischen Steinpavillon. Martin Welscher sagte den Nordpark-Besuchern, welche große Bedeutung "der Baum" für das Klima unserer Innenstadt hat, und er versäumte auch nicht den Baum als immer wiederkehrendes Thema in der Bildenden Kunst, in der Litaratur und in der Mythologie zu erwähnen.

Die Frühlingssonne strahlte. Die Rosen standen in voller Blüte. Die Bäume zeigten ihr frisches Grün. So lieben nicht nur die Rosenfreunde, sondern alle Bielefelder ihren Nordpark!

(Dieser Bericht wurde freundlicherweise von Herrn Ludwig Vater zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!)


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