Natur-Ereignis

 

 

 Natur-Ereignisse

Es gibt im Nordpark nicht nur eine Vielzahl von Pflanzen, sondern auch Tiere oder Naturereignisse, über die es sich zu berichten lohnt. Vielleicht haben Sie selbst Interesse daran, die Vielfalt der Flora und Fauna selbst zu entdecken? Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!

 

Vogelarten des Nordparks:

 

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Beobachter sind Diplom-Biologen, die diese Zählungen als Hobby betreiben. Gesicherte Hinweise auf weitere Vogelarten nehmen wir gerne entgegen, behalten uns jedoch die Überprüfung vor.                                                                                                                gez. K. und M. Adrian

 

Bestandsliste:

 


Bestandsliste


für den Zeitraum (2006 bis 2011)

 

 

 

 


Arten


lateinischer Name


 Anzahl


Brut im Nordpark (2006-2011)

Amsel

Turdus merula

7

ja, min. 0 - 3 Brutpaare

Bachstelze

Motacilla alba

2

nicht sicher

Bläßhuhn

Fulica atra

2

seit 2008 verschollen

Blaumeise

Parus caeruleus

6

ja, min. 3 Brutpaare

Buchfink

Fringilla coelebs

7

ja, min. 3 Brutpaare

Buntspecht

Dendrocopos major

3

ja, 1 Brutpaar (2011 verschollen)

Dohle

Corvus monedula

5

nicht sicher

Eichelhäher

Garrulus glandarius

3

ja, min. 1 Brutpaar

Elster

Pica pica

8

ja, min. 1 - 3 Brutpaare

Gartenbaumläufer

Certhia brachydactyla

1

nicht sicher

Gartengrasmücke

Sylvia borin

1

wahrscheinlich

Gimpel

Pyrrhula pyrrhula

5

wahrscheinlich

Graureiher

Ardea cinerea

1

unwahrscheinlich

Grünfink

Carduelis chloris

2

wahrscheinlich

Grünspecht

Picus viridus

1

wahrscheinlich

Habicht

Accipiter gentilis

2

nicht sicher

Haubenmeise

Parus cristatus

1

nicht sicher

Heckenbraunelle

Prunella modularis

1

wahrscheinlich

Hohl-/Straßentaube

Columba oenas

6

nicht sicher

Kleiber

Sitta europaea

3

ja, min. 1 Brutpaar

Kohlmeise

Parus major

6

ja, min. 3 Brutpaare

Mauersegler

Apus apus

6

brütet nur an Felsen und Häusern

Mönchsgrasmücke

Sylvia atricapilla

2

ja, wahrscheinlich 2 Brutpaare

Raben/Nebelkrähe

Corvus corone ssp.

6

ja, min. 0 - 1 Brutpaare


Ringeltaube*1

Columba palumbus

15

ja, min. 3 Brutpaare

Rotkehlchen

Erithacus rubecula

3

ja, min. 1 Brutpaar

Schwanzmeise

Aegithalos caudatus

7

nicht sicher

Singdrossel

Turdus philomelos

1

wahrscheinlich

Star

Sturnus fulgaris

9

ja, min. 1 Brutpaar

Stockente

Anas platyrhynchos

16

ja, 0 - 5 Brutpaare

Tannenmeise

Parus ater

1

nicht sicher

Teichhuhn

Gallinula chloropus

2+5

ja, 1 Brutpaar (max. 5 Junge)

Waldkauz

Strix aluco

1

unwahrscheinlich

Wintergoldhähnchen

Regulus regulus

1

nicht sicher

Zaunkönig

Troglodytes troglodytes

2

wahrscheinlich

Zilpzalp

Phylloscopus collybita

3

wahrscheinlich

 

*1 die Ringeltaube hat im Gegensatz zur Hohltaube einen weißen, strukturierten Kragen

 

Erklärungen:

Ø     Die Anzahl ist keine absolute Angabe wie viele Vögel es im Nordpark gibt, sondern gibt wieder, wie viele Tiere sicher gezählt wurden (Mindestanzahl). Weiteres zur Zählweise weiter unten.

Ø     Bei den Bruten ist eine Zahl angegeben, wenn das Nest mit Jungtieren und mindestens einem Altvogel gesehen wurde. Eine Null heißt, dass es im Beobachtungszeitraum 2006 bis 2011 Jahre gab, in denen keine Nester gefunden wurden.

Ø     Der Eintrag "wahrscheinlich" heißt, es wurde Balz-, Revier- und Nestbau oder Fütterverhalten beobachtet, ein Nest wurde jedoch nicht gefunden.

Ø     Der Eintrag "nicht sicher" steht für Tiere die Revierverhalten gezeigt haben, aber keine weiteren Anzeichen für eine  Brut beobachtet wurden.

Ø     Der Eintrag "unwahrscheinlich" bedeutet, dass diese Tiere nur gelegentlich oder vereinzelt gesehen wurden, oder ihre Brutgewohnheiten im Nordpark eigentlich nicht ausgelebt werden können. (Bsp.: Dohle)

 

Zur Zählweise

Die Daten wurden im Rahmen der Aktion "Stunde der Gartenvögel" in den vergangenen fünf Jahren im Nordpark erhoben. Dabei kommt eine spezielle Zählweise zur Anwendung, die bundeseinheitlich ist, und somit die Daten erst vergleichbar und auswertbar macht.

Bei der verwendeten Zählmethode wird ein bestimmtes Gebiet eine Stunde durchgängig beobachtet, es werden jedoch nur alle eindeutig unterschiedlichen Tiere gezählt. D.h. in der Regel werden nur Tiere gezählt, die gleichzeitig gesehen werden.

Beispiel: Sieht der Beobachter 5 Amselmännchen auf der Wiese und einige Zeit danach noch einmal 3, bleibt der Zählerstand bei 5. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass einer der 3 Vögel schon mit den zuerst gezählten 5 Vögeln identisch ist und somit schon gezählt wurde. Sitzt dann allerdings ein Pärchen Amseln in einem Busch, würde der Zählerstand auf 6 Amseln steigen, da sicher ist, dass noch kein Weibchen gezählt wurde, dieser Vogel also eindeutig erstmalig registriert wurde. Das Männchen zählt wiederum nicht, da nicht sicher ist, dass es nicht schon gezählt wurde.

Diese Methode führt immer zu zu niedrigen Zahlen, allerdings ist eine Überschätzung des Vogelbestandes so sicher auszuschließen. Zudem ist auf diese Weise der Unterschied der Zählungen zwischen verschieden "erfolgreichen" Vogelzählern stark minimiert.

Diese Methode wurde u.a. gewählt weil sich so jeder Laie sich daran beteiligen kann.

Die reine Existenz von Arten an einem Ort lässt sich mit dieser Methode sicher feststellen und durch Vergleiche mit anderen Zählungen lässt sich auf die realen Vogelbestände schließen.

Bei unseren Zählungen wurden zusätzlich noch Brutpaare erfasst.

 

 

 Zoologischen Highlight:

Von Herrn Klaus Adrian, Dipl. Biol.

 

Pfaffenhütchen-Gespinstmotte

Am Eingang zum Nordpark aus Richtung Nordparkcenter/Apfelstraße sieht man zur Zeit ein besonderes Phänomen:
Beim Betreten des Parks linkerhand findet sich ein Strauch, an dem viele Äste zu guten Teilen eingesponnen sind. Bei genauerer Betrachtung findet sich auch der Verursacher: etwa 3 cm lange gelbgrüne Raupen mit einem paarigen Punktmuster auf dem Rücken.
Hierbei handelt es sich um die Larven einer Gespinstmotte (Yponomeuta spec.). Sie haben in den Knospen der Pflanze überwintert und beginnen mit dem Austrieb der Pflanze an selbiger zu fressen. Hierbei hinterlassen sie winzige Seidenfäden, die sich über Wochen hinweg ansammeln und die nun sichtbaren Gespinste bilden.
Seit einigen Tagen (21.05.2011) beginnen sie sich nun in Gruppen von 20 bis 50 und mehr Tieren zu sammeln und an langen Gemeinschaftsfäden zum Boden "abzuseilen".
Dieses Stadium stellt ein Risiko für unachtsame Spaziergänger und Fahrradfahrer dar, da die Raupen tief über dem Weg hängen können.
Am Boden angekommen suchen sich die Raupen Verstecke an denen sie sich große Kokons spinnen in denen bis zu 150 Tiere in Puppenstadium übergehen. Die letzten Raupen, die herabsteigen verschließen diese Massenkokons von außen und spinnen sich dabei um Leib und Leben.
Im Hochsommer schlüpfen dann die erwachsenen Motten: zarte, 1 cm lange, schneeweiße Falter mit mehreren Reihen schwarzer Punkte auf den Flügeln.
Die Raupen haben übrigens keine Fressfeinde, da sie bestimmte, in den Blättern ihrer Futterpflanzen enthaltene Inhaltstoffe einlagern und damit ungenießbar werden.
Die Pflanze wird hierbei i.d.R. nicht dauerhaft geschädigt, da eine Pflanze die nach dem Frühlingstrieb nicht kräftig nachtreibt von den Elterntieren bei der nächsten Eiablage gemieden wird.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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